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Restlos
ausgeschlachtet, strandete der Bus als rostige Karkasse zwischen
Ruinenstümpfen im sind. Darüber ragen auf karstigen Hügeln die glanzlosen
Reste einst stolzer, nun, trostlos abgetakelter Monumentalbauten gen Himmel.
Doch da, klein und versteckt in der wüstenbraunen Szenerie, leuchtet es gelb
im Morgenlicht. Ein Stapel reifer Melonen wartet auf' Käufer. Wir merken
uns: In Kabul geht das Leben weiter.
Die Afghanistan-Fotografien des 1977 geborenen Amerikaners Brian McKee
erregen derzeit viel Aufsehen. Mit einer schweren, großformatigen 8 x
10-Inch-Plattenkamera, wie sein Lehrer Stephen Shore sie als einer der
ersten auf Reisen mitschleppte, zog McKee in der Gewissheit an den.
Hindukusch, hier Motive für sein Projekt „Detritus" zu finden. Das
lateinische Wort bezeichnet zerriebenes Gestein, aber auch Überreste
zerfallener organischer Gewebe, und liefert damit den Titel für Bilder, die
zerbrochene Macht- und Gesellschaftssysteme symbolisch am Verfall ihrer
Bauten fest zumachen versuchen. Der leere Ballsaal entstellt, Paläste,
abgewrackt mit einstürzenden Decken, das Theater unbenutzbar, Abraum: statt
Wohn-
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Illustration
Castle, Afghanistan #38, 2002, C-Print on Aluminium, 126 x 162 cm, Edition 5
| Text von
Brita Sachs |
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